Aktuelle Ausstellungen
 
Einzelausstellungen
1991 Galerie Sillack, Dresden
1994 Richard-Wagner-Museum, Pirna
„Mit Kühler Schläfe”, Zeichnungen/Objekte
1997 „Botengänge”, BBK Oldenburg
2000 „Inner Visions”, Goethe Institut
Damaskus/Syrien, Beirut und Tripoli/Libanon
2003 Lange Nacht der Museen, Mannheim
„Nistplätze”, Installation in der CityKirche
2004 Die Kleine Galerie, Erding
2009 Galerie bij de Boeken, Ulft, NL
2010 „obscure”, Galería espai d‘art B2, Sóller/Mallorca
   
Gruppenausstellungen
1995 Orangerie Benrath, Düsseldorf
1996 Frauenmuseum Bonn, Kunstmesse
1997 „NordArt”, Oldenburg (K)
„Tuchfühlung 1”, Velbert/Langenberg (K)
„Engel über Engel”, Neuburg a.d. Donau
1998 „Stille”, Kunstwoche Jesteburg
Stadtmuseum, Düsseldorf
1999 Stichting Delta Cultureel, Veere/NL
BBK Düsseldorf
2000 „Tuchfühlung 2”, Velbert/Langenberg (K)
European Biennial of Drawing, Pilsen (K)
Große Kunstausstellung NRW (K)
Städtische Museen Köln, Zündorfer Wehrturm
2001 „12 Positionen”, TanzHaus NRW
„KirchenTräume”, (intern. Wettbewerb, K)
Installation in der Stadtkirche, Karlsruhe
Museen der Stadt Grevenbroich, Haus Hartmann
2002 Kunstpreis Karlsruhe - Auswahlausstellung
European Biennial of Drawing, Pilsen (K)
„Alles nur ein Traum”, Fabry-Museum, Hilden
2003 Frauenmuseum Bonn, Kunstmesse (K)
Oberschlesisches Landesmuseum, Ratingen
Forum Kunst und Architektur, Essen
Aula Carolina, Aachen
2004 Städtische Galerie Rosenheim (Gedok München, K)
Große Kunstausstellung München, Haus der Kunst (K)
International Biennial of Drawing, Pilsen (K)
Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf (K)
2005 „Mein Europa”, Rumänisches Kulturinstitut, Berlin
Galerie Andrea Brenner, Düsseldorf
Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf (K)
„Verspielt”, R(h)einkultur
2006 80 Jahre GEDOK, Landtag Düsseldorf (K)
Kunstverein „Damianstor”, Bruchsal
V. International Biennial of Drawing, Pilsen (K)
Prize of The Union of Visual Artists
2007 Große Kunstausstellung München, Haus der Kunst (K)
Textilmuseum Bocholt; Biennial „Meisterblätter”:
JDM Foundation, Chicaco; Museum of Arts, Limoges;
Sala Mansú Gallery, Bergamo; Art Centre Tonsberg, Norwegen; Museen der Stadt Regensburg
2008

„Zeichnungen”, Kulturbahnhof Eller, Düsseldorf
Große Kunstausstellung NRW, Museum Kunstpalast (K)
Huntenkunst, Doetinchem, NL

St. Theodor Köln (Gedok) mit Bettina Bachem

2009 „Geschichten”, Künstlerforum Bonn
„Künstler sehen Tiere”, Kulturkreis Benrath
„Insomnia”, Altes Pfandhaus Köln (Gedok)
2010

Große Kunstausstellung NRW, Museum Kunstpalast (K)

„Landpartie”, eine Übersichtsausstellung des
Westdeutschen Künstlerbundes in drei Museen
des Münsterlandes: Kunstmuseum Ahlen,
Stadtmuseum Beckum, Museum Abtei Liesborn

  Seit 2005 jährliche Ausstellung im Forum Art & Sound
Wettbewerbe/Preise
2001 „Kirchenträume”, Internationaler Wettbewerb
Installation in der Stadtkirche Karlsruhe
2006 International Biennial of Drawing, Pilsen –
Prize of The Union of Visual Artist of the Czech Republic
2008 Ankauf einer Werkgruppe durch den Landtag NRW

Presse

Die Künstlerin Renate Behla ist eine präzise Zeichnerin,
die mit wenigen Strichen existenzielle Grundprobleme
ins Bild bringt. In den Zeichnungen von Renate Behla ist
die Farbe nur eine zarte Spur. Die gebürtige Dresdnerin
entfaltet mit jedem Blatt einfühlsame Blicke auf den
Menschen in seiner existenziellen Dramatik im Rad des
Lebens. Zwischen leiblichen Verformungen, surrealer
Rätselhaftigkeit, Verdoppelungen und Verwachsungen
präsentiert sie das Zeichnen als Weg der Sinngebung
des scheinbar Sinnlosen. Besonders prägnant erfasst
sie den Menschen als eine ratlose Prothesengestalt,
die in der alltäglichen Mühsal des Lebens von steinigen
Gewichten gebeugt wird......

 

Kölner Stadtanzeiger – 27. November 2008 (Auszug)
Ausstellung in der Kirche St. Theodor in Köln Vingst

 

(Jürgen Kisters, Köln)

 

 

 

Die Kunst der Düsseldorfer Künstlerin Renate Behla setzt
beim Betrachter die Fähigkeit zu sensibler, unterbewusster
Dechiffrierung angedeuteter, kürzelhafter Darstellungen
voraus. Die zeichnerische Linie, die die Form klar umreißt
oder zaghaft suchend, voller Innerlichkeit andeutet, ruht
bis zu einem gewissen Grade auf unbewussten Vorgängen,
die sich um eine Deutung der Erscheinungswelt bemühen,
um eine Deutung an der Geist und Natur gleichermaßen
beteiligt sind. Der große Atem dieser verwirrenden, geheim-
nisvollen, unruhigen, ja unscheinbaren, zarten Gebilde teilt
sich dem Betrachter als Mikrokosmos tragischer Einsamkeiten
und Verstrickungen mit, in einem nahezu ausbalanciertem
Kraftfeld von Gefühl und Verstand...
Die Arbeiten schüren das Begehren des Betrachters, das
Geheimnis, das sie im Innern zu bewahren scheinen, zu entschlüsseln. Der Vorstoß ins Niemandsland der Imagination
erfüllt die Linie mit Verzauberung. Die Zeichnungen sind ein
kleines Abenteuer, gleich kraftvoll eleganter Denk-Zeichen,
Gegenbilder einer Zeit, die Gefallen findet an gigantischer
Oberflächlichkeit. Zeichnen ist Renate Behla eine Form
des Nachdenkens, des Träumens und schwieriger Selbst-
erkenntnis. Ihre Bilderfindungen sind Ausdruck geheimnis-
voller Energien und in sich verwobener, schwingender,
vibrierender Kraftfelder, die sich auf den Umraum über-
tragen mögen. Alles, was uns bewegt, was wir als wichtig
und bedeutsam empfinden, zählt im Gesamten nur wenig,
auch wenn wir dies nur ungern wahrhaben möchten.

Renate Behla hält uns das Irdische, Transzendente,
Verinnerlichte, kostbar wie einen Juwel entgegen - auf
den Füßen zu stehen und schweben dabei ... Ihre Thematik
umfasst universale und elementare Vorgänge, die auf
spontane Weise und doch wohlüberlegt, filigran und doch
kraftvoll bestimmt, in die Fläche eingeschrieben werden,
sich zwanglos den linearen Gesetzen phantasievoller Ver-
knüpfungen unterwerfend, der eigenen Motorik folgend,
einen Moment lustvoll ausfühlend.. Die Arbeiten gleichen
Stationen des Eintauchens in sich selbst. Innen und Außen
- das Dazwischen. Zeichnen ist Spur einer Schwingung.
Ein Psychogramm und Seelenlandschaft. Aktion und Selbstmanifestation ... mit Sinn-Bild-Charakter.
Renate Behla spinnt ein Kokon aus assoziativen Zeichen,
knotet ein Netz steter Metamorphosen mit vielen offenen
Stellen für die Phantasie des Betrachters. Entdeckungen
sind zu machen ... Mit dem formalen Seziermesser kommt
man jedoch nicht weit. Das Oeuvre entzieht sich kühler
Rezeption. Es geht um Existenzbehauptung in einer
nivellierenden Welt. Das Abwesende, Vergangene - die
Spur - die Wege dazwischen sind Wege des Verstehens,
der Erinnerung und des Ahnens. Das Unfassbare fassbar
zu machen, entspricht der Intention der Künstlerin.
Sie zeichnet gegen die Zeit, die das Räderwerk des Verges-
sens in Schwung hält. Durch das Ventil des Zeichnens
steigen und verschweben Formen, strömt vermeintliche
Sprachlosigkeit als formaler Akzent auf das Papier.
Das Bilden geht aus der seelischen Erschütterung, innerer
Kraft und einer tiefen Sehnsucht nach Harmonie und
Geborgenheit. Die Arbeiten sind letztlich Partituren
eines faszinierenden Temperaments. Eine Zeichnung
von Renate Behla stellt in äußerster linearer Verknap-
pung das Bildnis der germanischen Gottheit ODIN dar.
Dieser opferte ein Auge, um in die Seele schauen zu
können, um den Zusammenhang der Welt zu ergründen.
Ich bin sicher, daß diese Arbeit sehr viel zu tun hat mit
dem Kunstwollen der Zeichnerin.

 

Rede zur Vernissage im Richard-Wagner-Museum Graupa/
Pirna und Artikel im Feuilleton Dresdner Neue Nachrichten,
1994 - gekürzte Fassung (
Karin Weber, Kunsthistorikerin,
Galerie Mitte, Dresden
)